Mia hat einen Herzfehler

Zwei Tage nach der Geburt von Mia, hatten wir die U2, bis dahin hatten wir gedacht, wir haben eine gesunde kleine Tochter. Leider war dem nicht so, man hörte ein Geräusch und man bat uns noch zu warten bis der Kinderkardiologe in der Neonatologie da ist. Also haben wir gewartet und sind mit unserer kleinen Maus hoch gefahren. Dort stellte der Kardiologe fest das unser Mädchen eine Pulmonalklappenstenose hat. Wir waren geschockt, wir haben erst nicht verstanden was das überhaupt bedeutet. Und ich habe Rotz und Wasser geweint, ich war fix und fertig. Meinem Partner ging es nicht besser, aber er war von der Geburt nicht ganz so aufgewühlt (jede Mutter versteht was ich meine, wenn ich von emotional aufgewühlt spreche). 

Mia hatte also eine Pulmonalklapenstenose, aber was war Das? Es handelt sich um eine Verdickung der Herzklappe, die dadurch nicht flexibel genug war. Man muss es sich so vorstellen, als würde man einen Gartenschlauch vorne zu drücken und das Wasser mit einem hohem Druck aus dem Schlauch gedrückt werden. So das Beispiel vom Kinderkardiologen. Wir wurden auf Station genommen, zum Glück hatte die Neonatologie noch ein Mutter+Kind Zimmer frei. Mia musste für die Beobachtung, einen Zugang, EKG Sensoren und Sauerstoffsättigung haben. Meine kleine Maus sah wie ein Cyborg aus, ein echt gruseliger Anblick, bei so einem kleinen Wesen. Auf der Neonatologie war es okay, die Mitarbeiter waren sehr nett, aber zum einem hatte ich ein ganz normales Bett und konnte mich nirgends anlehnen. Was wenn man stillt ein echtes Problem ist, bzw. nach dem Schock nun Stillprobleme hat. Was mich außerdem genervt, verzweifeln ließ, dass ich wenn ich Mia wickeln, trösten oder füttern wollte, ich jedes mal zu Tresen gehen musste um eine Schwester zu holen, damit die Überwachung pausiert wird und danach wieder zum Tresen, damit alles wieder aktiviert wird. Da ich Stillprobleme hatte, musste ich zufüttern und ich musste auch dafür immer die Schwestern holen. Nach vier Tagen Beobachtung, konnte ich Mia mit nach Hause fahren, wir mussten nun alle zwei Tage wieder zur Neonatologie. 

Unserer Kinderkardiologe hatte uns einen Termin am 26.01.17  im UKSH besorgt. Als wir unseren Termin wahrnahmen, wurde Mia gleich aufgenommen und am nächsten Tag wurde der Kathetereingriff vorgenommen. Es waren die schlimmsten anderthalb Stunden meines Lebens, mal von den zwei Stunden abgesehen die ich gewartet habe, bis Mia aufwacht. Man musste im Eingriff das Schlafmittel nach dosieren. Zum Glück lief alles mehr als gut. Fachlich sind die Ärzte super gewesen, aber das Pflegepersonal war durchwachsen. Seit einer Reform gibt es den Ausbildungsberuf Kinderkrankenpfleger nicht mehr, die Krankenpfleger können im letzten Ausbildungjahr ein paar Stunden Kinderpflege belegen und dann sind sie Kinderkrankenpfleger. Sorry, aber Kinder sind keine Erwachsene und sollten auch Spezialisten in der Pflege haben und keinen 0815 Mist. Am besten war die Aktion, das die Milch für Mia am Samstag schon abbestellt wurde, obwohl wir erst um 12 Uhr entlassen wurden. Gott, war ich sauer. Nun sind wir in regelmäßigen Abständen beim Kinderkardiologe vorstellig. Bis jetzt sieht alles super aus, ich/ wir hoffen das sich der Rest verwächst.

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